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Aachen, 23. August 2006
(c) Arnd Bronhorst
(www.arnd.nl)
Die Überraschung des Tages
Ihn hatte keiner auf der Rechnung: mit einem Ergebnis von 76,33
Prozent haben der Däne Andreas Helgstrand und seine erst neunjährige
dänische Schimmelstute Matiné vom Trakehner Silver Moon
sich durchgesetzt.
Mit Passagen, die die Richter mehrmals mit einer 9 bonitierten,
punktete er gegen Topfavoriten wie Anky van Grunsven und Salinero
und nicht zuletzt die deutschen Paare.
Damit dürfte der sympathische Däne sich endgültig
ganz oben in der Weltspitze etabliert haben, nachdem er bereits
große Erfolge mit dem Starvererber des dänischen Gestüts
Blue Hors, Don Schufro feiern konnte, einem Sohn und beinahe Ebenbild
des legendären Donnerhall, Dressur-Mannschaftsweltmeister von
1998. Die Stute Matiné machte international zum ersten Mal
auf dem Wiesbadener Pfingstturnier von sich reden, als sie und Helgstrand
den Grand Prix der Special-Tour gewinnen konnten und sich im Special
selber nur Isabell Werth und Warum Nicht geschlagen geben mussten.
In Dänemark kennt man die Schimmelstute schon länger.
Vierjährig gewann sie das dänische Bundeschampionat mit
Helgstrand im Sattel.
Heute ist Helgstrand zweifelsohne der Reiter des Tages. Doch auch
mit Blick auf zukünftige Championate lässt sich angesichts
der Jugend der Stute und des Potenzials des Paares prophezeien,
dass diese beiden auch zukünftig bei der Medaillenvergabe mitreden
werden. Die Chance dazu bietet sich bereits am Freitag: Zwar werden
nach dem neuen Reglement bei der Entscheidung um die Einzelmedaillen,
die Ergebnisse aus dem Mannschafts-Grand Prix nicht berücksichtigt,
doch dürfte Helgstrand am Freitag, wenn die ersten dreißig
Paare aus dem Grand Prix um Gold, Silber und Bronze im Special kämpfen,
ein gewichtiges Wörtchen mitreden.
Und dass der Familienvater, dessen Frau im September das zweite
Kind erwartet, auch in Zukunft "oben" mitreiten wird,
sichert die Einkaufspolitik seines Arbeitgebers: Das Gestüt
Blue Hors erwarb gemeinsam mit Paul Schockemöhle im vergangenen
Herbst den Sieger der hannoverschen Hengstkörung, Hotline,
für 800.000 Euro. Eine Investition in die züchterische
Zukunft, aber auch in die Zukunft von Andreas Helgstrand. Ab 2007
steht der Hengst in seinem Stall.

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