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Aachen, 29. August 2006

Reiterin des Tages: Beezie Madden
Dass sie sich in Aachen wohlfühlt, das hat sie
schon im Frühjahr bewiesen, als sie im Mercedes-Benz Preis
der Nationen zur amerikanischen Equipe gehörte, die Platz zwei
hinter Deutschland errang: Beezie Madden ist seit Jahren eine sichere
Bank in der US-Equipe, lag in der Einzelwertung der olympischen
Spiele von Athen lange Zeit in Führung und erhielt schließlich
Mannschaftssilber.
Elisabeth, wie sie offiziell heißt, bekam mit sechs zu Weihnachten
ihr erstes Pony, Flicka. An ihren Bruder hatte Santa Claus auch
gedacht. Für ihn stand Flcikas Mutter Fudge, "Toffie",
unterm Weihnachtsbaum.
Mit Flicka startete Madden ihre Karriere, ein typisch amerikanischer
Reiterlebenslauf: Equitation und Hunterprüfungen haben Maddens
Reitweise geprägt. Sie verkörpert den Springstil à
la George Morris, der vor über 20 Jahren als "typisch
amerikanisch" den Europäern das Fürchten lehrte.
Tiefe Hand, lange Zügel, weiche Verbindung und immer im Rhythmus.
Mit ihrem in den Niederlanden gezogenen Wallach Authentic v. Guidam
ist sie im Parcours stets eine Einheit. Und dass sie richtig schnell
unterwegs ist, das weiß die Konkurrenz, obwohl es meistens
gar nicht so rasant aussieht.
Bei der ehemaligen US-Topreiterin Katie Prudent, ehemals Monahan,
war Madden, die nebenbei noch Kunst studiert hat, vier Jahre als
Schülerin. Dort lernte sie ihren späteren Mann John kennen,
den Stall-Manager. Mit ihm betreibt sie in Cazenovia, im US-Staat
New York, einen Ausbildungsstall. Etwa 15 Pferde betreuen sie dort.
Ihre Erfolge lesen sich wie das who's who der internationalen Tunierplätze:
Mit Siegen in Spruce Meadows und Wellington hat sie schon im Jahr
2006 früh klar gemacht: Für dieses Jahr hat sie sich einiges
vorgenommen. Ein Anfang ist gemacht.

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