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Aachen, 30. August 2006
Reiter des Tages: Ibrahim Hani Kamal Bisharat
Unser Reiter des Tages ist keiner, der ganz vorne
dabei ist. Genau genommen liegt Ibrahim Hani Kamal Bisharat nach
der ersten Runde des Nationenpreises auf Platz 39.
Aber er hat gestern das geschafft, was sich die deutschen Fans von
Meredith Michaels-Beerbaum, Christian Ahlmann und Marcus Ehning
gewünscht hätten:
Eine Nullrunde im anspruchsvollen Kurs, die unterstrich, zu welchen
Leistungen er mit seinem belgischen Wallach Qwinto in der Lage ist.
Bisharat, der auch an den Olympischen Spielen von Athen teilnahm
und 55. wurde, ist im arabischen Raum kein Unbekannter. 2005 war
er Zweiter der Arabischen Weltcup-Liga.
Er ist aber auch viel in Europa unterwegs, hat Wirtschaft an der
Universität von Reading in Großbritannien studiert.
Für die German Friendships, das internationale Jugendturnier,
das Familie Meyer zu Bexten in Herford ausrichtet, ist der Jordanier
ein Aushängeschild.
1999, damals war Prinzessin Haya die heutige Präsidentin der
Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) Schirmherrin der
Veranstaltung, gehörte Bisharat zu den aktiven aus aller Welt,
die sich dort im Parcours tummelten.
Fünf Jahre später ritt er bei Olympia.
Und bei den Weltreiterspielen hat er in Prinzessin Haya eine starke
Unterstützerin, die nicht nur Daumen drückt. Als Bisharat
gestern auf den Vorbereitungsplatz drei gerufen wurde, weil er demnächst
in den Parcours musste, war auch die FEI-Präsidentin zugegegen,
ging auf ihren Pumps zum Hindernis am Abreiteplatz - ungeachtet
des matschigen Rasens - und baute für ihren Landsmann die Stangen
höher und tiefer.
Nach solch einer Vorbereitung musste die Runde in der Soers ja klappen!

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