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Aachen, 20. März 2002
Aachen bewirbt sich um FEI World Equestrian Games Aachen 2006
Der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) wird sich um die Ausrichtung
der FEI World Equestrian Games Aachen 2006 bewerben. Gemeinsam mit
dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Wolfgang
Clement, dem Präsidenten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung,
Jürgen Thumann und Aachens Oberbürgermeister, Dr. Jürgen
Linden kündigte ALRV-Präsident Klaus Pavel auf einer Pressekonferenz
am Mittwoch im Amtssitz des Ministerpräsidenten die Bewerbung
an. "Eine faszinierende und fantastische Heraus-forderung und
Aufgabe", sagte Pavel. Die Bewerbungsunterlagen werden im Rahmen
des Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2002 am 25. Juni dem
Weltverband FEI übergeben.
Seit 1990 (Stockholm) finden die World Equestrian Games (WEG) turnusgemäß
alle vier Jahre statt und wurden bisher in Den Haag (1994) und Rom
(1998) ausgetragen. In diesem September ist die andalusische Metropole
Jerez de la Frontera Austragungsort. Die WEG beinhalten an einem
Ort die sieben Weltmeisterschaften im Springen, der Dressur, Vierspännerfahren,
Voltigieren, Distanzreiten, in der Vielseitigkeit und - erstmals
- der Westerndressur Reining.
Aachen war zuletzt 1986 Schauplatz eines Championates, der Weltmeister-schaft
der Springreiter. Insgesamt zwölf Welt- und Europameisterschaften
im Springen und der Dressur konnten die Zuschauer in der malerischen
Turnieranlage in der Soers verfolgen. Das Weltfest des Pferdesports,
CHIO Aachen zählt zu den größten Sportveranstaltungen
in Deutschland. Im vergangenen Jahr verfolgten 299.000 Zuschauer
die Prüfungen im Springen, der Dressur und im Fahren, wobei
allein 40.000 Menschen die Marathonfahrt im Aachener Wald begleiteten.
Der Aachen-Laurensberger Rennverein plant für das Jahr 2006
sowohl die Ausrichtung des traditionsreichen CHIO, dem offiziellen
Spring-, Dressur- und Fahrturnier der Bundesrepublik Deutschland,
als auch der Weltmeisterschaften. Eine Entscheidung über die
Vergabe der WM nach Aachen in 2006 wird spätestens zum Frühjahr
2003 erwartet. Zu den Mitbewerben zählen der Kentucky Horse
Park in den USA, Rio de Janeiro aus Brasilien sowie eine dezentrale
Bewerbung aus Großbritannien, die die Orte Hickstead, Badminton
und Goodwood vereint. Sollte Aachen den Zuschlag erhalten, würde
der Weltverband die Reiterspiele erstmals an eine bestehende Organisation
vergeben.
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