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Aachen, 30. Juni 2002
"Wo Pferde zur Familie gehören"
Aachen setzt bei WM-Bewerbung auf Tradition,
Qualität und Nachhaltigkeit
Edle, warme Farben, stimmungsvolle Aufnahmen, instruktive Texte
und eine stilvolle Gestaltung mit viel Liebe zum Detail: So präsentiert
sich das Bewerbungsbuch für die Ausrichtung der Weltmeisterschaften
Aachen 2006, das der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) und
die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) fristgerecht am vergangenen
Dienstag der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) übergeben
haben.
"Aachen hat eine einmalige Pferdegeschichte, eine jahrzehntelange
Erfahrung als Turnierausrichter und ein faszinierendes Publikum",
sagt Klaus Pavel, Präsident des ALRV. Und die Intention und
der Inhalt der Bewerbung korrespondieren mit Qualität und Anspruch
des 140 Seiten starken Buches: Denn für Aachen als Austragungsort
der Weltmeisterschaften 2006 werden starke Argumente ins Feld geführt,
die nüchterne Zahlen, Fakten und Pläne aufführen,
vor allem aber auch auf die einzigartige Tradition und Erfahrung,
die außergewöhnliche Atmosphäre und die Familiarität
der Aachener Turniere abheben. So erklärt sich auch der Titel
des Buches: "Aachen - wo Pferde zur Familie gehören."
Das in englischer Sprache verfasste Bewerbungsbuch setzt sich aus
drei Teilen zusammen:
Das erste Kapitel ("Aachen - Stadt mit stolzer Pferde-Tradition")
geht auf die besondere, Jahrhunderte alte Pferde-Geschichte Aachens
ein, auf Aktivitäten neben dem und ergänzend zum jährlichen
CHIO (AachenHorseAcademy, Garten Eden der Pferde im Tal der Soers)
sowie auf die zentrale Lage der Stadt im Herzen Europas.
Das zweite Kapitel ist dem Aachen-Laurensberger Rennverein gewidmet
und seiner durch jahrzehntelange Turniererfahrung erprobten Rolle
als "Gastgeber" für die internationale Pferdefamilie.
Die eingespielte und jedes Jahr aufs neue erprobte Organisation,
Logistik, Infrastruktur und moderne Technik, der bewährte Stamm
von (ehrenamtlichen) Mitarbeitern in allen Bereichen, nicht zuletzt
das leidenschaftliche Aachener Publikum, dem die einzigartige Atmosphäre
zu verdanken ist, werden hier vorgestellt.
Im dritten Kapitel werden die Pläne für die Austragung
der Pferdesport-WM 2006 vorgestellt. Vorhandene Strukturen und Einrichtungen
sollen dabei sinnvoll ergänzt und ausgebaut werden, um für
alle sieben Disziplinen (Springreiten, Dressur, Fahren, Vielseitigkeit,
Distanzreiten, Voltigieren und Reining) optimale Austragungsmöglichkeiten
zu gewährleisten. Die Zentralität der Anlage in der Soers
soll dabei auch weiterhin gewahrt bleiben. Denn anders als bei anderen
sportlichen Großereignissen sind in Aachen alle notwendigen
Investitionen auf Nachhaltigkeit angelegt: Die jährlichen CHIO-Besucher
ebenso wie eine breite Aachener Öffentlichkeit werden auch
über 2006 hinaus davon profitieren können.
Für das Rahmenprogramm zu den Weltmeisterschaften Aachen 2006
haben die Aachener das Motto "think global" gewählt.
In einer Stadt, in der dank Karl dem Großen schon im Mittelalter
Pferde-Kontakte in alle Welt gepflegt wurden, sollen die Weltreiterspiele
zu einem "Weltfest" für die ganze große Pferde-Familie
werden. Nach Aachen sollen nicht nur die im Reitsport erfolgreichen
Nationen geladen werden, sondern alle den Pferden verbundenen Kulturen,
die sich mit ihren faszinierenden reiterlichen Traditionen präsentieren
sollen. Schließlich verbindet die Leidenschaft für das
Reiten und die Pferde die Menschen weltweit und hat grenzenlos viele
Ausdrucks- und Gestaltungsformen gefunden.
Alle wichtigen Argumente für Aachen werden gleich auf den
ersten Seiten des Bewerbungsbuches in fünfzehn Punkten zusammengefasst.
Einen besonderen Clou bietet das Bewerbungsbuch, wenn man es aufschlägt:
Man sieht einen Schimmel, der den Kopf neugierig aus der Haustür
steckt. Neben der Tür befindet sich ein Klingelknopf mit der
Aufschrift: Aachen. Wer den Klingelknopf drückt, hört
ein herangaloppierendes Pferd, das wiehernd vor der Tür stoppt,
danach ein feierliches ‚Willkommen in Aachen, der Stadt des
Pferdesports', mit der Stimme von Hans-Heinrich Isenbart; schließlich
läutet die Turnierglocke des ALRV zum symbolischen Start.
Gehalten von einer Banderole liegt auf der vorletzten Seite des
Bewerbungsbuches ein weißes Taschentuch - d a s Symbol für
reitsportliche Traditionen, wie es sie nur in Aachen gibt.
Am 30. Juni 2002 läuft die Bewerbungsfrist bei der FEI aus.
Einziger Mitbewerber ist Kentucky. Die Entscheidung über die
Vergabe der FEI World Equestrian Games wird voraussichtlich im September
fallen.
Die 15 Gründe, die für Aachen sprechen:
Weil Aachen eine Stadt im Herzen Europas ist.
Weil Aachen eine einmalige Reitkultur hat.
Weil die Einwohner Aachens und der Region eine besonders enge Beziehung
zu den Pferden haben.
Weil hunderte Millionen Zuschauer in aller Welt die Spiele verfolgen
werden.
Weil der Reitsport von den Spielen in Aachen profitieren wird.
Weil der ALRV über Jahrzehnte hinweg internationale Spitzenturniere
organisiert hat und auf seine Erfahrung bauen kann.
Weil die hunderttausenden Zuschauer außergewöhnlich begeisterungsfähig,
sachkundig und fair sind.
Weil die Einreise für Pferde einfach ist dank der sehr gesunden
Veterinärbedingungen in Deutschland.
Weil in der Aachener Soers die Wege zu allen Disziplinen sehr kurz
sind.
Weil der ALRV auf die große Unterstützung der nationalen
Behörden und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung sowie vieler
internationaler Unternehmen bauen kann.
Weil der ALRV über eine existierende Infrastruktur verfügt.
Weil die Spiele in Aachen globale Spiele werden.
Weil Aachen ein sehr pferdefreundliches, mitteleuropäisches
Klima hat.
Weil Aachen der ideale Austragungsort mit perfekten Voraussetzung
ist.
Weil alle Verbesserungen und Neubauten wertvolle Investitionen in
die Zukunft des Reitsports und der Reitkultur sind
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