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Aachen, 06. August 2002
ALRV-Geschäftsführer Frank Kemperman
und ART-Geschäftsführer Michael Mronz zu Gast im Kentucky
Horse Park
Sportliche Ideen mit dem Mitbewerber ausgetauscht
Sportliche Ideen unter Veranstaltern austauschen und den Mitbewerber
einmal kennen lernen - mit dieser Zielsetzung reisten Frank Kemperman,
Geschäftsführer des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV)
und Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reit-turnier-GmbH
(ART), nach Kentucky. Bekanntlich ist der Kentucky Horse Park neben
Aachen der einzige Mitbewerber um die Ausrichtung der Weltreiterspiele
2006. "Wir haben auf der Generalversammlung der Internationalen
Reiterlichen Vereinigung (FEI) Ende April in Rabat erste Kontakte
geknüpft und uns zu einem gegenseitigen Besuch eingeladen",
erläutert Kemperman. "Zwar sind wir Konkurrenten im Kampf
um die Weltreiterspiele, das heißt aber nicht, dass wir Gegner
sind. Daher wollten wir als Veranstalter-Kollegen auch gerne einmal
sportliche Ideen austauschen."
Beeindruckt waren Kemperman und Mronz vor allem von den Gelände-Möglichkeiten.
480 Hektar stehen den Amerikanern in ihrem Horse Park zur Verfügung.
"Die verfügbare Fläche ist natürlich ein großer
Vorteil", so Mronz. Zudem erhalte der Park eine starke wirtschaftliche
Unterstützung seitens des Staates, allein in diesem Jahr wieder
20 Millionen Dollar zum Bau einer Halle.
In der Reitsportszene bekannt ist der Horse Park vor allem durch
die Vier-Sterne-Vielseitigkeit, die hier jährlich stattfindet.
Daneben wurden in den anderen Disziplinen bisher nur kleinere, nationale
Wettbewerbe ausgerichtet. Rund 70 verschiedene Veranstaltungen vom
Reitsport über Polo bis hin zu Hunderennen finden alljährlich
statt. "Der Kentucky Horse Park ist vor allem ein Freizeitpark,
ein Themenpark rund um das Pferd", erläutert Mronz. In
dem wunderschön angelegten Park, der 1978 gegründet wurde,
gibt es unter anderem eine Rassenpräsentation, in der lebendige
Pferde gezeigt werden. Daneben beschäftigt sich das Pferdemuseum
mit der Geschichte der Vierbeiner. Ein Kutschenmuseum, eine Schauschmiede
oder auch die so genannte" Hall of Champions", in der
berühmte Pferde den Besuchern präsentiert werden, finden
sich ebenso in dem Park, den man auf Kutschentouren erforschen kann.
Und die Fahrt führt zum Beispiel an den Gräbern berühmter
Rennpferde - Kentucky ist in den USA das Herz der Vollblutzucht
und des Rennsports - vorbei, die hier begraben liegen.
"Ein imposantes Gelände, doch ich denke, dass wir mit
unserer Erfahrung in der Ausrichtung internationaler Großveranstaltungen
und unseren treuen Zuschauern gewaltige Pluspunkte verbuchen können",
sagt Kemperman und fügt hinzu, "ich denke, wir sind mit
unserer Bewerbung auf dem richtigen Weg."
Ende August wird sich eine Vielseitigkeits-Kommission der FEI in
Aachen ein Bild des Turniergeländes und der Organisation -
mit dem ALRV hat sich übrigens erstmals ein bestehender Turnierveranstalter
um die Ausrichtung beworben - machen, ehe dann voraussichtlich im
Rahmen der Weltreiterspiele in Jerez de la Frontera (10. bis 22.
September) die Entscheidung über die Vergabe fällt.
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