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26. November 2003
In 1.000 Tagen werden die FEI World Equestrian
Games Aachen 2006 eröffnet
Weltmeisterschaften in sieben Pferdeport-Disziplinen
vom 22. August bis 3. September 2006 in Aachen
Der Countdown läuft: Heute sind es noch genau 1.000 Tage,
bis die Weltmeisterschaften am 22. August 2006 beginnen. Vor 434
Tagen erhielt Aachen anlässlich der FEI World Equestrian Games
(WEG) 2002 im spanischen Jerez de la Frontera den Zuschlag, die
Weltmeisterschaften in den sieben Pferdesport-Disziplinen auszurichten.
Der Jubel in Deutschland und speziell in Aachen war groß,
als die Entscheidung für Aachen bekanntgegeben wurde. Denn
sie ist auch eine Bestätigung für die steten Bemühungen,
dem Ruf des "Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen" gerecht
zu werden. Mit Aachen wurde erstmals ein bestehender Turnierveranstalter
mit der Ausrichtung beauftragt, nachdem es in den Jahren zuvor -
1990 Stockholm, 1994 Den Haag, 1998 Rom und 2002 Jerez de la Frontera
- immer eigens gegründete Organisationen waren. Für Aachen
spricht nicht nur die über viele Jahre gewachsene Infrastruktur
und Erfahrung, sondern vor allem auch die Begeisterung der Aktiven,
die das "Weltfest des Pferdesports" seit Einführung
der Wahl 1987 alljährlich als bestes "Freilandturnier
der Welt" nominiert haben. Und ganz wesentlich das einmalige
Publikum, das den CHIO Aachen erst zu einem Volksfest mit Spitzensport
macht.
In den vergangenen 434 Tagen hat der ausrichtende Aachen-Laurensberger
Rennverein (ALRV) die Planungen größtenteils abgeschlossen
und geht jetzt in die Realisierungsphase. "Die erstmalige Ausrichtung
der Weltmeisterschaften in sieben Pferdesport-Disziplinen ist ein
besonderes Ereignis für Deutschland und eine große Herausforderung
für Aachen", würdigt Klaus Pavel, Präsident
des Aachen-Laurensberger Rennvereins. "Nur gemeinsam können
wir dieses Event erfolgreich auf die Beine stellen. Daher ist die
gute Zusammenarbeit und Unterstützung seitens des Bundes, des
Landes, der Stadt und des Kreises Aachen ebenso wie der Deutschen
Reiterlichen Vereinigung so wichtig. Nur mit der Unterstützung
aller kann es uns gelingen, die Weltmeisterschaften in Aachen zu
den erfolgreichsten in der Geschichte der WEG zu machen."
Die Weltmeisterschaften Aachen 2006 haben ein finanzielles Gesamtvolumen
von 35,4 Millionen Euro, wobei das investive Budget 15,6 Millionen
Euro und das operative Budget 19,8 Millionen Euro betragen. Einen
wesentlichen Anteil zum investiven Budget steuern Bund und Land
hinzu.
"Die Weltreiterspiele gehören zu den Highlights der Sportagenda
in Deutschland in den kommenden Jahren. Daher wird die Bundesregierung
die notwendigen Baumaßnahmen im Aachener Reitstadion mit rund
zwei Millionen Euro unterstützen", verkündete Otto
Schily, Bundesminister des Inneren, anlässlich der Pressekonferenz
in Aachen. "Die Bundesregierung unterstützt die deutschen
Sport-Fachverbände, wenn es darum geht, internationale Sportereignisse
nach Deutschland zu holen. Die Ausrichtung internationaler Sport-Großereignisse
wirkt sich nicht nur positiv auf die Entwicklung der jeweiligen
Sportart, sondern auch auf die des Sports insgesamt aus. Stadt und
Region werden außerdem wirtschaftlich in hohem Maße
von den Weltreiterspielen profitieren", begründete Schily
die Zuwendungen. "Für den Zuschlag der Weltreiterspiele
2006 waren neben der exzellenten Bewerbung vor allem die guten Bedingungen
in Aachen ausschlaggebend. Die Stadt hat national wie international
einen hervorragenden Ruf im Reitsport."
Das Land Nordrhein-Westfalen, das den Aachen-Laurensberger Rennverein
von Beginn an in seiner Bewerbung unterstützt hat, beteiligt
sich maßgeblich an den Investitionskosten. "Wir sehen
unsere Unterstützung als einen Beitrag für die Zukunft,
um sicherzustellen, dass Aachen auch über die Weltmeisterschaften
hinaus seine Position als attraktivstes Reitturnier in der Welt
hält", sagte Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz. "Nordrhein-Westfalen ist innerhalb Deutschlands
das Sportland Nummer 1, und der Pferdesport mit seinen vielen erfolgreichen
Aktiven hat einen wesentlichen Anteil daran."
Der Aachen-Laurensberger Rennverein hat in den vergangenen Jahren
im Vorfeld der Weltmeisterschaften z. B. mit dem Neubau des Deutsche
Bank Stadions und der Aachener- und Münchener-Tribüne
sowie der neuen Rasenfläche im Springstadion bereits in großem
Umfang investiert und wird auch in den nächsten Jahren einen
deutlichen Anteil zum investiven Budget beitragen.
Das operative Budget setzt sich unter anderem zusammen aus Wirtschaftspartnern,
Lizenzierung, Hospitality und Ticketing. Dabei ist das Marketingkonzept
auf acht Weltsponsoren aufgebaut, die die Weltmeisterschaften in
Aachen finanziell unterstützen. Von fünf Partnern liegen
bereits Zusagen vor. Der Ticketverkauf ist ausgesprochen positiv
gestartet. In nur knapp fünf Monaten sind seit dem CHIO 2003
bereits mit mehr als 66 000 Bestellungen für Eintrittskarten
eingegangen.
Die Planungen der Neu- und Umbauten sind soweit abgeschlossen und
werden gleich nach dem CHIO Aachen Ende Juli 2004 in Angriff genommen
und bis zum CHIO 2005 beendet sein. Geplant sind eine neue Osttribüne
inklusive Pressezentrum, Verwaltungsräume/ Geschäftsstelle,
einer Tribüne für Zuschauer, Teilnehmer, Journalisten,
Sponsoren und einem neuen Richterturm, die Modernisierung der Mercedes-Benz-Tribüne,
die Renovierung der Rückseite der Saint-Gobain-Tribüne,
eine temporäre Überdachung des Deutsche Bank Stadions,
ein temporäres zweites Stadion, zusätzliche Stallungen
mit einem modernen Veterinärzentrum sowie die Modernisierung
der Albert-Vahle-Halle und dem Neubau einer Abreitehalle.
500 000 Besucher aus aller Welt werden während der Weltmeisterschaften
erwartet, davon ca. 150 000 aus dem Ausland. Sie erwartet nicht
nur Pferdesport der Spitzenklasse, sondern auch ein umfangreiches
Kultur- und Rahmenprogramm, das die Stadt und der Kreis Aachen als
Gastgeber der Spiele maßgeblich gestalten werden.
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